Das Könizer Kleinfeldteam schliesst die Hinrunde dank einem hohen Sieg gegen den UHC Flamatt-Sense ohne Verlustpunkt und mit neun Siegen in neun Spielen ab. Jedoch fiel genau diese Siegesserie im zweiten Spiel des Tages in sich zusammen. Gegen das aufsässige Heimteam der Runde resultierte ein Unentschieden.

Am Sonntagnachmittag fuhren die Könizer Kleinfeldherren im Schneetreiben zur 5. Meisterschaftsrunde ins Solothurnische Subingen. Diskussionen gab es auch hier schon im Vorfeld, als der Präsident des Gastgeberteams UHC Oekingen, die Mannschaften dazu aufforderte, genügend Deodorant mitzubringen, da die Duschen in der vor zwei Wochen fertiggestellten Halle noch nicht funktionieren würden. In der topmodernen Halle hingen dann zum Glück weder Schweiss- noch Deowolken und auch der Baustaub hatte sich grösstenteils schon verflüchtigt. Damit stand dem Ziel der Könizer nichts mehr im Weg: Man wollte reinen Tisch machen und den beiden heutigen Gegner trotz fehlenden Duschen eine Brause verpassen und damit die Siegesserie ausbauen.

Floorball Köniz III : UHC Flamatt-Sense 11:4 (4:3)

Zum Abschluss der Vorrunde wartete mit Flamatt-Sense der aktuelle Tabellenletzte auf den momentanen Ligakrösus der Gruppe West. Somit war die Ausgangslage, zumindest auf dem Papier, klar. Das Spieldiktat rissen die Berner Vorstädter auch sogleich an sich und wirbelten in der gegnerischen Platzhälfte herum. Immer wieder scheiterten die Angriffe an der stabilen Wand im Flamatter Tor, trotzdem konnte sich Köniz im Laufe der ersten Hälfte komfortabel mit 4:1 absetzen. Speziell die erste Linie um S. Stocker, F. Schlatter und F. Michel stellte die gegnerische Abwehr immer wieder vor grössere Probleme und war schlussendlich auch für den Grossteil der Tore verantwortlich. Die Sensetaler liessen sich aber davon nicht abschrecken und warteten geduldig auf ihre Chancen. Diese boten sich auch immer wieder nach katastrophalen Fehlern im Könizer Aufbauspiel. Und ganz im Stile des Wetters vor der Halle nutzten die Flamatter diese Möglichkeiten eiskalt aus. Deshalb ging es mit einer aus Könizer Sicht unbefriedigenden 4:3 Führung zum Pausentee.

Der Pausentee hatte jedoch nicht die gewünschte Wirkung. Am Spielbild änderte sich vorerst nicht viel. Köniz wirbelt und Flamatt lauert erfolgreich. Doch offenbar brauchte das Könizer Spiel den Ausgleich der Freiburger. Von da an ging es resultatmässig nur noch in eine Richtung. Schon kurz nach dem Ausgleich bewies S. Müller mit einem Freistosstor zum 5:4 seine Torgefährlichkeit auch für das Flamatter Tor. Damit war der Bann gebrochen und der Score konnte kontinuierlich erhöt werden. Dabei überraschte am meisten, dass sogar mehrfach das verwaiste Tor getroffen wurde. Schlussendlich war es S. Aebi vergönnt, das Stängeli perfekt zu machen. Mit diesem Sieg wurde die äusserst erfolgreiche Hinrunde des Könizer Kleinfeld-Fanionteams abgeschlossen.

Floorball Köniz III : UHC Oekingen 2:2 (2:2)

Während draussen bei heftigem Schneefall die Farbe des Asphaltes sich der des Hallenbodens anglich, konnten drinnen dank eines Nachhilfeunterrichts des Schiedsrichters in der kurzen Pause zwischen den Spielen auch noch ein paar weisse Flecken in den Regelkenntnissen einiger Spieler erleuchtet werden. Damit war man bereit für das zweite Spiel des Tages gegen den Lokalmatador aus Oekingen. Schon im Hinspiel bekundete Köniz Mühe mit diesem Gegner, so war man sich der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst. Trotzdem konnten die Gastgeber früh durch zwei schnell und zielstrebig ausgeführte Aktionen nach Ballgewinnen mit 2:0 in Führung gehen. Floorball Köniz war bis zu diesem Zeitpunkt noch wenig Erbauliches gelungen. Durch den Rückstand wurde jedoch der Kampfgeist geweckt. Aggressivleader M. Guillet gelang es mit einem satten Hoheckschuss den gegnerischen Goalie ein erstes Mal zu bezwingen. In diesem animierten Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten fehlten nur noch die Tore. Entweder scheiterte man am stark aufspielenden Torhüter oder der Ball wurde ein paar Zentimeter zu hoch an die Latte gezimmert. Erst kurz vor der Pausensirene gelang es F. Schlatter auszubrechen und im Alleingang den Goalie zu umkurven: 2:2.

Mit dem Tapetenwechsel der Halbzeitansprache in der Garderobe und mit der Umstellung auf zwei Linien erhoffte man sich, dem Spiel einen neuen Anstrich geben zu können. Die Folge davon war ein erster Einsatz in der zweiten Hälfte mit rund vier Torchancen auf beiden Seiten. So ging es auch in der Folge weiter. Die Berner rannten an und kamen zu vielen Möglichkeiten, aber auch die Solothurner setzten immer wieder sehr gefährliche Nadelstiche. Am Ende fühlte es sich an, als würde beiden Teams die Zeit davonrennen, ohne dass es noch einmal zu einem Torerfolg kam. Damit endete diese hochklassige, hart umkämpfte aber stets faire Partie mit einem Unentschieden.

Eine gewisse Enttäuschung über den ersten Punktverlust war in der Könizer Mannschaft durchaus auszumachen. Diese wich jedoch bald nach den ersten Schlückchen des Hopfentees, gesponsert von S. Aebi. Die letzte Meisterschaftsrunde des Jahres findet…

  • am 19.12.21 in Tramelan um 9:00 Uhr

…statt. Das Team würde sich über zahlreich erscheinende Zuschauende freuen…