Das Heimturnier vom 22. Dezember 2019 mit einem Direktduell gegen Wiler-Ersigen wäre eine gute Möglichkeit gewesen, zum Tabellenführer aufzuschliessen. Trotz Einsatz und Moral geht es leider nur mit 1 zusätzlichen Punkt in die Winterpause.

14:30 Uhr: SV Wiler-Ersigen III – Köniz (6 – 4)

Die Voraussetzungen waren gut, konnte trotz verletzungsbedingt dezimiertem Team mit 3 kompletten Linien begonnen werden. Trotz Konzentrationsphase vor dem Spiel, war die Verteidigung lückenhaft. Stand doch der Gegner bei einer Aktion ungedeckt im Slot und wurde mit einem langen Pass durch die Mitte angespielt. Der unverfälschte scharfe Pass musste nur noch ins Tor abgelenkt werden, was auch geschah. Weitere Abschlüsse von Wiler finden den Weg ins Tor, bei Köniz geht vorne jedoch noch nichts, weshalb es 3:0 steht. Nach einigen Versuchen gelang es dann den Ball im Tor unterzubringen. Torhüter M. Bigler konnte einen gegnerischen Angriff klären und den Ball schnell zum weit ausgerückten P. Löffel auswerfen. Ein überraschter gegnerischer Torhüter wurde dadurch überlistet. Indem N. Bachmann einen Abpraller Volley einnetzte, konnte der Anschlusstreffer erzielt werden. Anschliessend gelangen beiden Teams keine Tore mehr und es wurde zum Pausenstand 3:2 gepfiffen.

Nach dem Wiederanpfiff erarbeitete sich Köniz ein Powerplay. D. Räss zeigte seine Schussqualität mit dem Treffer zum 3:3. Nach einstudierter Freistossvariante, konnte P. Meierhans den verdienten Führungstreffer erzielen. Plötzlich stand es 3:4 und es sah nach einer glücklichen Wendung aus. Jedoch wurde vom Schiedsrichter kurz darauf eine harte 2min Strafe gegen Köniz wegen Stockschlags gepfiffen. Wiler konnte wie erwartet daraus Profit schlagen und glich aus auf 4:4.

Nach diesem Rückschlag war die Verteidigung wieder Stückwerk und Wiler erhöhte auf 6:4. Kurz vor der effektiven Spielzeit dann noch eine kuriose Szene. Ein Schuss von Wiler rollte unter dem Torhüter durch über die Torlinie, doch der Schiedsrichter sah den Treffer nicht. P. Löffel nahm den Ball aus dem Tor und setzte zum Gegenangriff an, wurde aber mit einem verletzungsgefährlichen Stossen an der Mittellinie regelwidrig gestoppt. Der in Emotionen schwebende Seeländer musste anschliessend den Frust in Worte ummünzen. Dies hätte aber teuer werden können, eine rote Karte wäre nämlich angebracht gewesen, der Schiedsrichter pfiff aber zum Glück nicht. Mit einer Entschuldigung der Spieler war die Sache dann auch gegessen.

In der effektiven Spielzeit versuchte Köniz noch mit einem Überzahlspiel das Ruder umzureissen. Beide Teams waren aber zu Abschlussschwach, um noch ein Tor zu schiessen. So endete das Spiel mit 6:4.

 

17:15 Uhr: Köniz – SV Krauchthal II (6 – 6)

Auch im zweiten Spiel verpasste man den Start. Diesmal jedoch eher unglücklich. Nach einem scharf gespielten Bully sprang der Ball ins weite tiefe Eck vom Könizer Tor. S. Heiniger lenkte den Ball geistesgegenwärtig mit dem Fuss noch nach oben weg, konnte dadurch aber die Führung der Krauchthaler nicht verhindern. Nach einer Strafe gab es ein Powerplay für Köniz. Dieses Powerplay wurde schnell und gekonnt in den Ausgleich umgemünzt. Torschütze war N. Bachmann. Die Führung hielt nicht lange, da stand es wieder 1:2. D. Räss konnte vor der Pause mit einem scharfen Schuss noch den Ausgleich erzielen. Mit 2:2 ging es in die zweite Spielzeit. Der Gegner konnte wieder ziemlich einfach zwei Tore erzielen. P. Meierhans schoss das nächste Tor zum 3:4. Nun war der Gegner wieder an der Reihe mit zwei Treffern und es stand 3:6. Wieder 3 Punkte Rückstand für die Könizer, schon fast kam Mitleid auf. Jedoch folgten dann die Tore von N. Bachmann und M. Maurer. M. Maurer zeigte die grösste Durschlagskraft im Getümmel vor dem gegnerischen Tor und belohnte sich mit einem Treffer. Nun stand es kurz vor Schluss 5:6 und Köniz hätte sich beinahe mit 0 Punkten in die Winterpause verabschiedet. Köniz rettete sich aber trotzdem noch den Punkt. Dank einem satten Schuss von A. Maurer 30 Sekunden vor Schluss endete das Spiel mit 6:6.

 

Köniz muss sich nicht fehlenden Kampfgeist vorwerfen, sondern eher zu alter Abschlussstärke zurückfinden. Alternativ müssten in der Defensive die Schüsse besser geblockt werden, um solche Gegner das nächste Mal schlagen zu können. Köniz musste heute oft einen Rückstand aufholen und konnte sich nie einen 2 Tore Vorsprung erspielen. Ein solcher Vorsprung zu erspielen ist sicher ein guter Vorsatz für die nächste Runde. Aktuell kann Köniz auf dem guten 4. Rang überwintern und ist sicher kein Abstiegskandidat. Mit einer Leistungssteigerung ist sogar noch Platz 2 in Reichweite. In diesem Sinne, frohe Festtage und ein gutes neues Jahr.