Das Meisterteam Teil 2

Im zweiten Teil der Vorstellung des Könizer Meisterteams werden unter anderem MVP Jan Zaugg, die beiden Schweden Hampus Dargren und Jesper Johansson, sowie der Trainerstaff näher vorgestellt.

Jan Zaugg, «der Zauberer»:«Unser MVP. Was er zum Teil mit dem Ball anstellt, ist wie von einer anderen Welt. Dabei verliert er nie den Schalk, wir haben noch nie erlebt, dass er beim Unihockeyspielen richtig sauer wurde. Das ist bei anderen Spielen ganz anders, da flucht er manchmal ohne Ende. Jany braucht manchmal einen Tritt in den Allerwertesten. Am liebsten würde er wohl den ganzen Tag schlafen, gamen, ‘beachen’, golfen und Pizza in sich stopfen. Zum Glück ist da noch Petra, die auf ihn schaut, sonst würde er das Haus wohl ohne Socken verlassen. Man kann es aber auch anders sehen: Jany ist einfach ein hervorragender ‘Aufwandskalkulist’.»

Patrik Doza, «der Laferi»:”Kommt jeweils ins Training, als wäre er der oberste Staatsanwalt. Lackschuhe, Hemd und Schale. Nur die Krawatte fehlt. Behauptet von sich, dass er 10 Kilo zugenommen hat, seit er in Köniz ist. Dem leidenschaftlichen Koch klebt der Ball förmlich an der Schaufel. Macht täglich Yoga, um beweglich zu bleiben. Scheiterte als Touristenführer an den Czech Open in seiner Heimatstadt kläglich. Beginnt man mit ihm ein Gespräch, ist es fahrlässig zu glauben, dass man nach der ersten Frage noch zu Wort kommt. Ist ein Meister der Übertreibung. Er kann alles in eine bis anhin unbekannte Sphäre hieven. Wir nennen sie ‘Doziality’.»

Yves Pillichody, «der Erbarmungslose»:«Führt die Bussenliste. Vor ihm kann sich keiner drücken. Mit seinem Bartwuchs würde er ohne Probleme als Afgahne durchgehen. Sein Hinterteil hat eine ausgeprägte Wöllbung, wodurch seine Postur an eine Ente erinnert. Sein Schlagschuss ist der Wahnsinn. Als er einmal Fäbis Stock in die Hände nahm und schoss, zerbrach dieser in Einzelteile. Liebt die ‘Pens’ und Sidney Crosby mehr als seine Freundin. Bildet mit Bolliger, Ledergerber und Castrischer die FBK-WG im Weissenbühlquartier.

Hampus Dargren, «the Finisher»:«Sein Bewegungsradius ist etwa so gross wie ein Badetuch. Von dem her der perfekte Ersatz für Anti. Trotzdem holt er enorm viel heraus. Sein Abschluss ist eine Granate. In Linköping wollte er immer in den Drehschuss, Jepe lehrte ihm dann den Direktschuss. Ist weitaus der stillere, aber nicht weniger intelligentere Schwede. Beobachtet alles aus der Distanz, kommt man mit ihm ins Gespräch, blüht er auf. Sein Übername ‘Hämpu’ war ein aufgelegter. Hatte nach kurzer Zeit schon Berner Ausdrücke in seinem Repertoire («ziehnä, geile Siech, so lächerläch»). Beim Auswärtsspiel gegen WaSa vergass er das weisse Shirt. Der Gegner musste dann in den Auswärtsdresses spielen. So beunruhigt hatten wir ihn nie mehr gesehen. Ist ausserdem für die Drogenlegalisierung, weil er an die Selbstregulierung glaubt.»

Jesper Johansson, «der Leader»:«Ist nicht auf den Mund gefallen. Schon im ersten Training sagte er uns, wo es lang geht. Konnte manchmal auch unangenehm werden. Tritt sehr authentisch auf und hat das Herz am richtigen Fleck. Hielt in der Mitte der Saison als Ernährungsberater einen packenden Vortrag über sein Fachgebiet. Seitdem ist der Begriff ‘Nutrition’ bei uns fest verankert. Wenn sein Abschluss das Ziel 10 Meter verfehlte, war es für ihn ‘so close’. Auch bei einem Einsatz mit zwei Gegentoren sprach er noch von einem ‘really good shift’. Heimlicher Verehrer von Hallenmeisterin Olga. Dass er Geld spart, um in Karlstad ein Haus kaufen zu können, mussten wir uns die ganze Saison anhören.»

Florian Kuchen, «der Sklaventreiber»:«Wenn er mit der Einstellung eines Spielers nicht zufrieden war, liess er ihn dies spüren. Die Junioren mussten nach dem Training jeweils bei ihm antraben, um eine harte Kraftsession zu machen. Völlig verstört kehrten sie dann zurück. Er war auch der Initiator des 50-Kilometer-Marschs vor der Saison, wer jammerte, wurde sofort zurechtgewiesen. Verabschiedete sich mit einer Hasek-Rolle vom Unihockeyzirkus, nachdem es ihn im Superfinal drei Mal im Oberschenkel gezwickt hat. Zieht bei Senso Pro die finanziellen Fäden und zeigte während der Meisterwoche, dass er auch betrunken noch nüchtern ist.»

René Berliat, «der Arbeiter»:«Sein unbändiger Erfolgshunger und seine ausgeprägte Leidenschaft für den Sport hat uns mitgerissen. Durch sein enormes taktisches Verständnis hat er auf alles eine Antwort. Detailbesessen, kein Aufwand ist ihm zu gross. Kommt immer mit der Sporttasche und einer PET-Flasche ans Spiel. Seine Taktiktafel hat wohl schon den Aufstieg 1999 miterlebt. Hat Mühe mit ausländischen Namen und trug den mit Abstand grauesten Playoff-Bart. Ehemaliger «Bäregräbeler» der heute nur noch an die wichtigsten SCB-Spiele geht. Beim 50km-Marsch erschien er mit Sommerschuhen. Ein schlechter Entscheid, der ihm ein klares «töipele» einbrachte. Sein Bussenbetrag für Liegenlassen seines Brillenetuis und seiner Mütze ist fast dreistellig. Hat uns am Tag nach dem Superfinal in seinen prächtigen Garten eingeladen.»

Etienne Güngerich, «el Mexicano»:«Mit Stettler und Pillichody das älteste Teammitglied. ‘The Brain’ hinter Berliat. Präsentiert die Linienzusammenstellungen der Gegner jeweils aus dem Stegreif, wird taktisch unterschätzt. Vor jedem Spiel nimmt er ein Salami-Sandwich mit Eistee zu sich, nach den Heimspielen lässt er es sich im McDonald’s gut gehen. Wegen seinem ‘Affengilet’ schwitzt er im Sommer unaufhörlich, braucht im Winter dafür keine Winterjacke. Wenn er im Vollsprint ist, befinden sich andere erst im ersten Gang. Verblüfft aber durch seine Technik, wenn er mal zum Stock greift. Verreist nach der Saison jeweils nach Chihuahua (MEX) zu seiner Freundin um angeblich auf seine Tequila-Plantage zu schauen.»

Aldo Casanova, «der Steinbock»:«Brachte frischen Wind in den Trainerstaff und war ein belebendes Element. Beobachtete die Spiele von der Tribüne aus und hat ein grosses taktisches Verständnis, obwohl er bislang nur Frauen trainierte. Das gab viele unterschwellige Bemerkungen – manchmal ging ihm das Männerspiel einfach zu schnell. Musste bei Eti einen Kurs absolvieren, wie man richtig die Bälle im 4-gegen-4 reinschmeisst. Spricht nach über zehn Jahren in der Hauptstadt immer noch kein Wort Berndeutsch und war überrascht, als wir ihn plötzlich ‘Äudu’ nannten. Stolzer HCD- und Calanda-Anhänger.

Thomas Graf, «der Wadenbeisser»:Seine Motivationsansprachen sind legendär. Findet immer die richtigen Worte und den Ton. Da willst du am liebsten gleich raus und alles niedermetzeln. Kleine Beine aber enorm aufmüpfig und giftig. Bei seinen Aufwärmübungen würde er ohne Probleme auch als Drillmaster durchgehen. Feiert jedes Tor mit purer Leidenschaft, sprang einmal vor lauter Freude mitten aufs Feld. Ist trotz seines fortgeschrittenen Alters in einer sehr guten körperlichen Verfassung. Das bewies er beim 50km-Marsch eindrücklich, als er sich bis zum Schluss in der Spitzengruppe hielt. Bildet mit Güngerich die Langnau-Fraktion. In dieser Saison hatte diese genug Grund, René aufzuziehen.»

Mike Jörg, «der Pokallöter»:«In seiner Scheinwelt fühlt er sich manchmal als Angestellter des FC Barcelona. Erfüllte die organisatorischen Sachen um das ganze Material einwandfrei. Träumt von einem Engagement als Materialchef bei IBF Falun. Kann wie kein anderer Sprachnachrichten ausschmücken. Die Mitteilung ‘bringt die Schuhe Morgen ins Training’ kann er auf fünf Minuten ausdehnen. Macht bei jedem Radio Energy Wettbewerb mit. Rettete uns den Kragen, als er den angeschlagenen Pokal kurzerhand zu einem Metallschlosser brachte,»

Matthias Stettler, «der Silberfuchs»:«Endlich musste sein Schnauz dran glauben. War aber bitter enttäuscht, dass es die Frauen dann nicht bemerkt haben. Trotz hohem Alter und grauen Haaren punktet er beim anderen Geschlecht immer noch. Lässt seinen Charme spielen und hat ein Lächeln, mit dem er verzücken kann. Und: er ist der Einzige der mit Chäspu punkto Derbheit der Sprüche mithält. Zu ihm geht man eigentlich nicht gerne, weil er einem immer die Beinhaare abhaut.»

Rachelle Chapatte, «die Gutmütige»:«Was sie alles in diesem Männerteam aushalten musste, war manchmal schon grenzwärtig. Ihr gebührt der allergrösste Respekt. Sehr unkompliziertes und immer höfliches Verhalten. Bringt uns bei Verletzungen wieder auf Vordermann. Sie ist übrigens noch zu haben. Interessenten können sich beim Captain melden.»

Raphael Schuler, «der Ostschweizer»:«Einer aus der Ostschweiz müssen wir ja noch haben. Er hat uns über den Sommer Feuer unter dem Hintern gemacht –  mit den modernsten Hilfsmitteln. Sein Lieblingsgegenstand ist der Medizinball. Ist selber aber auch ganz schön durchtrainiert. FIBO (Fitnessausstellungen) scheut er wie der Teufel das Weihwasser.»

Author: |2018-06-11T22:11:58+02:0023. Mai 2018|NLA|