Gedanken eines Direktbetroffenen zur globalen Situation, auf die wir dank besten Zwischenzeiten und optimaler Linienführung, mit Vollgas zusteuern:

Noch vor kurzer Zeit hing ich zusammen mit einer Horde wilder Schüler in einem friedlichen Bergdorf ab, machten belustigende Witze darüber, wann die Schule in Köniz (eventuell/vielleicht) ihre Pforte schliessen würde und wie der Unterricht aussehen könnte? Zurück aus St. Stephan und Schwups, die Zwangsferien sind Tatsache, Schule zu, die Trainings abgesagt und die Meisterschaft bei FBK zu Ende. Schweppes hin oder her, bitter ist diese Situation allemal. Dank selbstauferlegter Quarantäne lausche ich einsam und verlassen den stündlich wechselnden Informationen auf «Radio Bundesrat».

Die Gesellschaft im Ausnahmezustand. Die Schweiz macht die Grenze zu, die Schotten sind dicht, nur die Engländer noch nicht?? Kleiner Spass am Rande, denn in dunklen Zeiten ist es existenziell und wichtig, trotz allem weder Mut noch Glaube zu verlieren und mittels etwas Humor, den anstehenden Widrigkeiten zu trotzen. Niemand kann das so gut wie wir Schweizer. Wir haben zwar keinen Humor, dafür ein Reduit, wir haben Berge mit kleinen Örtchen, deren Namen nicht immer korrekt ausgesprochen werden können, nicht zu verwechseln mit den stillen Örtchen, deren Namen wir bestimmt aussprechen können und wir haben kleine Weiler und Wiler. In der jetzigen Situation spielt es keine Rolle, ob der SV nun zum wievielten Mal Schweizermeister im Unihockey geworden wäre? Unsere Pflicht ist es, das gesamt-schweizerische «Abtauchen» zu überstehen, um danach mit viel Freude und Leidenschaft wieder in die Stadien und auf die Spielplätze zurückzukehren. Zwangsferien, yeah!! Das gab es schon länger nicht mehr. Ich kann mich gut an Hitze-ferien oder an Kältefrei erinnern, sowie an autofreie Sonntage. Als Kind der Ölkrise habe ich vielleicht einen historischen Vorteil und weiss mich gut Zuhause zu beschäftigen.

Für mich persönlich bedeutet die jetzige Situation, dass ich weder beim ehemaligen, noch bei meinem zukünftigen Arbeitgeber arbeiten darf. Die Situation im Tourismus ist gerade etwas angespannt und unübersichtlich…
Mir steht zudem in den kommenden Wochen ein Zügeltermin ins Haus, eine Hochzeit in der Familie und, und, und… Alles nicht so gut planbar wie ich mir das wünsche. Doch wie oben beschrieben, es nützt nichts, nun den grossen «Honk» zu machen, sondern abwartend und weitsichtig zu bleiben. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, «Radio Bundesrat» zu hören, den Vorgaben zu gehorchen und diese optimal umzusetzen. Wenn wir ALLE DAS machen, dann können wir dem geliebten Ball mit den Löchern im Sommerloch bereits wieder nachjagen.

HÄSCHTÄG CORONAVIRUS:
Nachdem ich im Tiergeschäft einen Hamster gekauft habe, oder hab ich da was falsch verstanden, finde ich im Kühlschrank ein kaltes Corona. Sofort schneide ich eine Limone auf und möchte diese mit meinem Nachbarn teilen. Doch der ist Russe und hat lieber einen Wy…

bliibet xund

Stefan