Floorball Köniz gelingt die Reaktion auf die zwei Startniederlagen. Rychenberg wird zuhause in der Verlängerung mit 4:3 besiegt. Damit steht es in dieser Best-of-Five Serie nur noch 2:1 für Winterthur.

Floorball Köniz zeigte sich von Anfang an in allen Bereichen gegenüber dem letzten Spiel verbessert. Zwar kam auch Rychenberg im Startdrittel zur einen oder anderen guten Möglichkeit aber die zwei durch Hammer erzielten Tore zur 2:0 Führung war verdient. Das zweite Tor fiel praktisch mit der Schlusssirene des ersten Abschnitts. Nicht das erste Mal in dieser Saison verpassten es die Könizer im zweiten Drittel die zahlreichen Abschlussmöglichkeiten besser auszuspielen und damit eine klare Zäsur zu schaffen. Hinten stand die Defensive sicher, einzig bei einer Überzahl vermochte Winterthur Druck auf das Tor von Köniz auszuüben.

So war der Glaube bei Winterthur vor dem letzten Drittel intakt den Rückstand aufzuholen was auch gelingen sollte. Vorerst hatte aber Köniz alles im Griff, ein Lattenknaller von Fasel bedeutete leider nur fast das 3:0. Ärgerlich, dass ein Mittelzonenballverlust, dem ein nicht geahndeter grober Stockschlag an Haldemann voraus ging zu einem Konter und damit zum ersten Winterthurer Tor führte. Kurz darauf gelang den Zürchern sogar der Ausgleich womit alles wieder von vorne beginnen konnte. Die vermeintliche Vorentscheidung fiel dann drei Minuten vor Schluss als Willfratt im Forechecking den Ball eroberteund diesen mittels Flippass vor das Tor spielte wo der anstürmende Loeliger kein Problem hatte zum 3:2 einzunetzen. Erneut gelang dem Gast aber eine Minute vor Schluss der Ausgleich. Nun war das Momentum ein weiteres Mal auf die Winterthurer Seite gekippt. Köniz zeigte nun aber grosse mentale Stärke und erholte sich rasch vom Ausgleichsschock. Angefeuert durch das Heimpublikum im Lerbermatter Hexenkessel suchten die Einheimischen entschlossen die Entscheidung, den Erfolg! Poffet scheiterte alleine vor Locher und in der Überzahl traf Michel nur das Lattenkreuz bei einer zu Recht gegen den Gast verhängten Strafe. Ein Tor wollte aber auch in diesem Powerplay nicht fallen. Gerade als Winterthur wieder vollzählig war wurde der Ball noch einmal tief auf Michel gespielt, welcher Semesanspielte und dieser traf mit seinem Schuss ins Glück – sudden deathWinterthur! Ein verdienter Sieg des Heimteams, der mit ein bisschen mehr Cleverness auch schon nach 60 Minuten hätte feststehen können. So aber fühlt sich der Overtime-Sieg in der Retroperspektive noch besser an und gibt viel Zuversicht für das kommende Wochenende.

Köniz wird sich weiter steigern müssen um den zweiten Sieg einzufahren, gerade auch weil der Gegner seinerseits Reaktion zeigen wird. Gelingt dies, so wird es dann am Sonntag um 13.00 Uhr in der Lerbermatt einen ersten Matchball für Köniz geben!